Sonntag, 31. August 2014

Tag 241 - Die Schaf-Bücher

Ach herrje. Die Schaf-Bücher. Die sind mir ja doch ein bisschen peinlich. "Sch(r)fe Geschichten - Die Welt der Schafe", eine Box, bestehend aus den Klassikern "Nillepu", "Das kleine wilde Schaf", "Ein Küsschen für dich", und "Superhelden sind scharf". Ich weiß noch: Ich fand die mal richtig bezaubernd.

Das Schlimmste und Erschreckendste an den Büchern ist nicht mal, dass ich sie mal gut fand. Das könnte man ja noch als Jugendsünde verbuchen. Das Schlimmste und Erschreckendste an ihnen ist das Veröffentlichungsdatum, das vorne drinsteht: 2002. Nun ja, ich bin halt lange jugendlich geblieben.

Die Bücher hat mir ein Mann Junge geschenkt, mit dem ich damals zusammen war. Das qualifizierte sie dafür, so lange im Erinnerungsfach meines Schreibtischs aufgehoben zu werden. Aber es sind Bücher, und Bücher gehören gelesen, und diese Bücher könnten einem 13-jährigen Mädchen sicher eine Freude machen - allerdings nicht im Erinnerungsfach meines Schreibtischs. Deshalb können die Bücher weg. 

Samstag, 30. August 2014

Tag 240 - Das Körbchen

Ein Highlight jagt das andere? Nicht in diesem Blog! An diesem sonnigen Samstag lass ich's mal ruhig angehen und trenne mich ohne große Worte von diesem bezaubernden kleinen Körbchen.

Das Körbchen stand viel zu lange auf der Holzkiste, in der meine Teebeutel wohnen, was einigermaßen unpraktisch war, weil man es immer runterräumen musste, wenn man an die Teebeutel ran wollte. Von Zeit zu Zeit legte ich ein paar Teebeutel rein oder ein Teesieb, damit es nicht so leer aussah. Einen wirklichen Zweck erfüllte es aber nicht. Das Körbchen kann weg.

Freitag, 29. August 2014

Tag 239 - Der Router ohne WLAN

Mit Routern und mir, das ist eine ganz komische Sache. Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich ja schon mal radikal ausgemistet; damals lautete die Bestandsaufnahme: vier Router. Zwei davon habe ich damals entsorgt, einer mit Wackelkontakt, einer vermutlich kaputt - wer braucht schon vier Router?! Übrig blieben der Netgear-Router, der dieses Posting gerade ans Internet weiterschickt, und ein D-Link-Router, der bisher in der Elektrokram-Kiste herumlag, versehen mit einem Zettel: "funktioniert - ohne WLAN".

Ich erinnere mich noch daran, wie ich den Router außer Betrieb nahm. Ich hatte mein erstes Smartphone gerade erst gekauft und stellte überrascht fest, dass der Router kein WLAN hatte. Da ich nie ein Notebook besessen habe, hatte ich das vorher gar nicht vermisst. Also kaufte ich einen neuen Router und steckte den D-Link-Router in eine Kiste. Wahrscheinlich, weil ich dachte: "Vielleicht geht der WLAN-Router mal kaputt und dann habe ich diesen noch als Ersatz". Das ist zwar schön gedacht, aber brauche ich wirklich sofort einen funktionierenden Router, FALLS der andere mal kaputt gehen sollte? Ins Internet kann das Smartphone auch so. Und erwähnte ich bereits, dass ich zwei Minuten von einem Atelco entfernt wohne und mir einen neuen kaufen könnte? Ich brauche keinen Ersatzrouter. Er kann weg.

Donnerstag, 28. August 2014

Tag 238 - Die "Sprich mit ihr"-DVD

Die DVD-Edition des STERN hat sich nie besonders gut verkauft, vermute ich. Jedenfalls gab es vor ein paar Jahren beim Gruner+Jahr-Weihnachtsbasar mal jede DVD für zwei Euro oder so. Ich holte mir "Sprich mit ihr", weil ich gehört hatte, das sei ein guter Film.

Es geht um eine Frau, die im Wachkoma liegt, an so viel konnte ich mich noch erinnern. Ich hab nun noch mal die Zusammenfassung auf Wikipedia gelesen, offenbar geht es sogar um zwei Frauen, die im Wachkoma liegen. Beim Lesen dachte ich vage sowas wie "Ach ja, so war das".

 Das einzige, woran ich mich noch ganz sicher erinnere, ist eine Szene, die bei Spiegel Online wie folgt zusammengefasst wird: "Bedeutungsschwanger folgt nun mit dem Titel "Der schwindende Liebhaber" ein Stummfilm, auch weil Alicia für das Genre geschwärmt hat. Darin trinkt ein Mann ein Elixier, das seine große Liebe gebraut hat. Er will ihr imponieren, indem er es trinkt, schrumpft aber bis auf Daumengröße. Eines Nachts krabbelt er über ihren Körper ­ und verschwindet schließlich in ihrer Vagina. Die expressionistische, frivole Sequenz ist ein einsamer Höhepunkt." Irgendwie fand ich das ziemlich verstörend, und so ist "Sprich mit ihr" in meinem Kopf wohl für immer der Film, wo ein winziger Mann in die riesige Vagina einer Frau reinkriecht. Ich glaube nicht, dass ich den noch mal gucken muss. Die DVD kann weg.

Mittwoch, 27. August 2014

Tag 237 - Das Malerzuhör

Ich hab ja gesagt, dass ich nie wieder freiwillig allein eine Wand streichen werde. Und dazu steh ich auch weiterhin. Deshalb ist es nur konsequent, dass ich nach der Wandfarbe nun auch das restliche Malerzubehör loswerde, das aus unerfindlichen Gründen bis heute in meinem Kabuff überlebt hat: einen farbverklecksten Eimer, ein farbverkleckstes altes T-Shirt, Abdeckplane, eine Pinselablage, ein von Farbe steifer Pinsel und zwei Rollen (eine bereits als Requisit bei der Wandfarbe bekannt). Das Zeug kann weg und wird so, wie es ist, in den Müll verfrachtet.

Die Wandfarbe ist übrigens immer noch in meinem Besitz und wartet auf einen neuen Eigentümer. Da man sowas auch auf dem Flohmarkt nicht los wird, rufe ich jetzt hier noch mal Freiwillige dazu auf, sich zu melden. Wenn sich niemand findet, stelle ich den Eimer auf bewährte Weise mit "Zu verschenken"-Schild zu den Netto-Einkaufswagen.

Dienstag, 26. August 2014

Tag 236 - Die Duftöle

Erinnert ihr euch noch an die versiffte Duftlampe? Die versiffte Duftlampe kam damals mit diesen ziemlich übelriechenden, billigen Duftölen in meinen Besitz. Die Duftöle allerdings bewahrte ich nicht bei der Duftlampe auf, sondern in einem Deckelkörbchen in meinem Regal, weshalb sie mir beim Duftlampen-Ausmisten durch die Lappen gingen. Jetzt hab ich sie wiedergefunden und diesmal kommen sie nicht davon. Die Duftöle kommen weg.

Montag, 25. August 2014

Tag 235 - Die kaputte Sonnenbrille

"Schon wieder eine Sonnenbrille?", mögen vielleicht die denken, die diesen Blog schon länger lesen. Ja, schon wieder eine Sonnenbrille, obwohl ich in den vergangenen zwölf Monaten schon mindestens drei losgeworden bin. Aber diese Sonnenbrille ist anders. Sie ist was Besonderes. Sie war mit mir in Marokko, in Nordirland, im Libanon, in Portugal, Griechenland, auf La Gomera und an vielen, vielen anderen Orten.

Nie zuvor hab ich eine Sonnenbrille so sehr geliebt wie diese, und auch meine aktuelle - mit Sehstärke - mag ich lang nicht so gern wie diese, die ich mal für acht Euro oder so bei Rossmann gekauft habe. Ich fand sie toll. Deshalb hab ich sie sogar noch getragen, nachdem der eine Bügel abgebrochen war - ich befestigte den Bügel mit einem Zahnstocher-Stückchen.

Aber nun hab ich meine neue Sonnenbrille seit sieben Monaten und nun bin ich soweit, dass ich Abschied nehmen kann von dieser meiner Lieblingsbrille. Denn auch wenn die neue nicht so lässig ist wie die alte, ich möchte keine Sonnenbrille mehr tragen, durch die ich a) nicht gut sehe und die b) bei schnellen Bewegungen von der Nase fällt, weil das Zahnstocher-Provisorium versagt. Die kaputte Brille kann weg.

Sonntag, 24. August 2014

Tag 234 - Die rote Kapuzenjacke mit den Streifen

Die rote Kapuzenjacke kann man getrost als einen meiner spektakulärsten Fehlkäufe ever bezeichnen. Ich hab sie mal bei Planet Sports Clubsale bestellt (das ist so ein Onlineshop mit zeitlich begrenzten Angeboten), zusammen mit Sneakers und einem Shirt. Das Shirt war vergriffen, die Schuhe hab ich zurückgeschickt (passten nicht). Die Kapuzenjacke hab ich behalten - und ziemlich genau einmal getragen.

Wo soll ich anfangen? Das falsche Rot (schwieriges Thema, hatten wir schon mal hier). Dieses angeblich lässige Ausgefranste an den Nähten - mag ich gar nicht, das sieht verwahrlost aus. Die Tatsache, dass der Reißverschluss so dunkel ist im Vergleich zum Stoff - ganz schwierig. Irgendwie ist die Jacke auch eher zu lang und der Schnitt der Kapuze gefällt mir auch nicht richtig.

Warum ich die Kapuzenjacke behalten hab, werdet ihr jetzt wahrscheinlich fragen. Tja. Ziemlich gute Frage. Wahrscheinlich, weil ich mich so über meine Bestellung gefreut hatte und nicht am Ende mit nichts dastehen wollte. Das hatte ich nun davon: Bestimmt zwei Jahre lang hing diese Jacke in meinem Schrank und suggerierte mir, ich hätte doch eigentlich genug zum Anziehen - dabei trug ich sie nie. Aber damit ist jetzt Schluss: Die Kapuzenjacke kann weg.

Samstag, 23. August 2014

Tag 233 - Die Armbanduhr

Armbanduhren gehören zu den vielen Dingen, die das Handy ziemlich überflüssig gemacht hat, zusammen mit Notizblöcken, Telefonzellen, Pocket-Kameras, Taschenkalendern, Taschenrechnern, Stoppuhren, mp3-Playern und noch ungefähr 7000 anderen Dingen mehr.

Natürlich gibt es auch in der Handy-Ära immer noch Gründe, eine Armbanduhr zu tragen, weil man sie schön findet etwa oder weil man damit angeben will. Schmuck ist aber eh nicht so meins, und diese über zwanzig Jahre alte, arg verkratzte Fossil-Uhr ist zum Angeben eher ungeeignet. Ich hab sie seit vielen Jahren nicht mehr benutzt. Sie kann weg.

Freitag, 22. August 2014

Tag 232 - Die pinkfarbenen Sandalen

Es ist mal wieder so weit: Schuhe! Mich von Schuhen zu trennen, fällt mir schwer. Es gibt die alten Lieblingsschuhe, die irgendwann so kaputt sind, dass man sie nicht mehr reparieren kann, an denen man aber trotzdem hängt. Und es gibt die eigentlich ganz tollen Schuhe, die furchtbar unbequem sind. Die pinkfarbenen Sandalen fallen in die letztere Kategorie.

Früher, als ich noch zur Schule ging, hatte ich mal eine Phase, da trug ich nur Schuhe mit Absätzen. Ich hatte sogar Doc Marten's mit Absätzen! Das ist lange her und inzwischen kann ich auf Absatzschuhen eigentlich gar nicht mehr richtig laufen, was verdammt schade ist, wenn man so klein ist wie ich. Deshalb kaufe ich mir von Zeit zu Zeit Schuhe mit Absätzen - dass ich im Laden fünf Meter schmerzfrei laufen konnte, genügt, um die Hoffnung zu nähren, mit diesen Schuhen könnte es besser ... ähm, laufen. Die Hoffnung wird immer enttäuscht.

Die pinkfarbenen Sandalen hab ich nun schon seit einigen Jahren. Ich mag sie gern, aber ich ziehe sie pro Sommer nur einmal an. In diesem Sommer war das der Tag, an dem ich im Büro den Fahrstuhl nahm statt der Treppe und auf den Gang zum Supermarkt verzichtete, obwohl ich eigentlich was einkaufen wollte. Zu meiner Mittagessensverabredung kam ich etwas zu spät, weil ich mich nur sehr langsam fortbewegen konnte. Mit den Sandalen und mir, das hat einfach keinen Zweck. Sie können weg.

Donnerstag, 21. August 2014

Tag 231 - Das Fieberthermometer

Wie bereits berichtet, war der Liebste vorige Woche krank. Der Liebste hatte Fieber. Oder vielmehr, er glaubt, dass er Fieber hatte, denn ein Fieberthermometer besitzt er nicht - ein Umstand, der mich, aus der Ferne mitleidend, doch irritierte: Man muss doch wissen, wie hoch das Fieber ist! (muss man natürlich nicht, man merkt ja selber, ob es einem schlecht geht, aber irgendwie freue ich mich immer, wenn ich Schwarz-auf-Display sehe, dass ich das Recht habe, mich schlecht zu fühlen)

Wie es der Zufall will, habe ich zwei Fieberthermometer (don't ask) - ein Umstand, der mir erst in dem Moment auffiel, als ich über das fehlende Fieberthermometer im Haushalt einige hundert Kilometer südlich von hier nachdachte. Das eine kann weg. Ich nehme es heute Abend mit in den Süden. Was für ein romantisches Mitbringsel ...

Mittwoch, 20. August 2014

Tag 230 - Der Käsehobel

Wer einen Käsehobel hat, kann Käse hobeln - was vielleicht bei bestimmten Gelegenheiten durchaus nützlich sein kann (wenn man auch sagen muss, dass es ein Messer im Grunde auch tut). Wer aber zwei Käsehobel hat, kann ... nun. Doppelt so viel Käse hobeln? Gleich viel Käse in der Hälfte der Zeit hobeln? Mit zwei Leuten gleichzeitig Käse hobeln? Ihr merkt selber: Es gibt keinen guten Grund, zwei Käsehobel zu besitzen. Der Hobel kann weg.


Dienstag, 19. August 2014

Tag 229 - Die Lidschatten

Lidschatten benutze ich ungefähr zweimal im Jahr zu ganz besonderen Anlässen. Im Alltag käme ich mir damit overdressed vor - oder besser gesagt overpainted?! Obwohl das so ist, besitze ich eine ganz ansehnliche Sammlung an Lidschatten, und seltsamerweise sind sie - bis auf eine Ausnahme - alle irgendwie grau. Und die Ausnahme? Die ist rosé - wenn man es aufträgt ich es auftrage, sieht es aus, als hätte ich ein Veilchen.

Daher lautet der Plan: Ich behalte ein Grau-Set, und der Rest kann weg.

Montag, 18. August 2014

Tag 228 - Die Papiere

Mein Freund lag am Wochenende krank im Bett und sagte mir, ich solle ihn lieber nicht besuchen, "weil du hier nur 'n rumliegenden Mann sehen und dafür 130 Euro bezahlen würdest. Ich soll und muss eh viel schlafen." Recht hat er, und ein Gutes hatte diese kurzfristige Planänderung: Ich hatte endlich keine Ausrede mehr, mir den Riesenberg an Papierkram vorzunehmen, der sich in meiner Ablagebox stapelte. 

Stundenlang habe ich sortiert, abgeheftet und weggeworfen. Das ist das, was übrig blieb: Alles auf diesem Stapel kann weg und wandert nun in den Papiermüll.

Sonntag, 17. August 2014

Tag 227 - Das schwarze Oberteil mit Spitzenrand

Noch so eine Swap-Leiche in meinem Kleiderschrank, sowas hatten wir ja schon mal: ein schwarzes Longsleeve mit Spitze am Ausschnitt. Ich glaube, es war von Katrin. Ich trag's nicht. Ich bin wohl einfach nicht so Spitze.

Samstag, 16. August 2014

Tag 226 - Noch zwei Mo-Hayder-Bücher

Am 30. Mai verabschiedete ich mich hier von einem richtig, richtig schlechten Mo-Hayder-Thriller. Wie bereits berichtet, war "Die Sekte" mein dritter Mo Hayder, und "Die Behandlung" und "Der Vogelmann" hatte ich durchaus ganz gern gelesen.

Es klingt vielleicht merkwürdig, aber irgendwie hat mir "Die Sekte" im Nachhinein die beiden anderen Bücher verleidet. Wenn ich die nun in meinem Regal sehe, denke ich nicht "Ach, das war wirklich spannend", ich denke "Das ist doch von derselben Frau wie dieses völlig bekloppte Buch mit dem gestörten Mädchen mit dem Schwanz". Das ist kein Gedanke, den ich beim Betrachten meines Bücherregals gern habe, und deshalb können die beiden anderen Mo-Hayder-Bücher nun auch weg. Wer gern eher blutige Thriller liest, wird seine Freude daran haben.

Freitag, 15. August 2014

Tag 225 - Der Blumensamen

 
Wie bekannt, habe ich keinen Garten, sondern nur einen Balkon, auf dem ich mit schöner Regelmäßigkeit meine Blumen vertrocknen lasse. Balkonkästen eignen sich denkbar schlecht dafür, darin Blumensamen auszusäen. Ich hab das mal versucht und es kam ein wenig ansehnliches Gestrüpp dabei raus. 

Beim Aufräumen fand ich jetzt dieses Samentütchen für sicher hübsche Sommer-Azaleen. Sie brauchen Gartenboden und eine warme, sonnige Lage. Da ich ihnen das nicht bieten kann, können sie weg. Für diesen Sommer ist es natürlich zu spät, aber es wäre mir eine Freunde, wenn die Azaleen nächstes Jahr irgendwo anders blühen würden.

Donnerstag, 14. August 2014

Tag 224 - Die Unterwäsche

Auch wenn ich hier recht viel von meinem Privatleben preisgebe, möchte ich meine olle Unterwäsche nicht als Anschauungsmaterial für Unterwäsche-Fetischisten benutzt wissen. Daher muss dieses Foto von einer Unterwäsche-gefüllten Plastiktüte reichen.

Glaubt mir: Ihr verpasst nicht viel. Die vergebenen Labels ("Altes", "Schäbiges") sprechen für sich. Die Unterwäsche kann weg.

Mittwoch, 13. August 2014

Tag 223 - Der Zollstock

"Die Wolf GmbH aus dem bayerischen Mainburg zählt als Kompetenzmarke für Energiesparsysteme zu den führenden und innovativen Systemanbietern für Heiztechnik, Lüftungstechnik, Klimatechnik und Solartechnik." Das ist auf der Website des Unternehmens zu erfahren. Nicht dort zu erfahren ist hingegen, wie der Zollstock in meinen Besitz gelangt ist. Ich habe noch einen. Einer reicht. Der Zollstock kann weg.

Dienstag, 12. August 2014

Tag 222 - Die Marinade

Grillen finde ich ja super. Weniger super finde ich allerdings Dinge mit ellenlangen Zutatenlisten. 

Diese Marinade enthält: Wasser, Salz, Zuckerrübensirup, Bio Balsamico (Bio Weinessig Bio Traubenmost), Worchester Sauce (Branntweinessig, Gerstenmalzesig, Wasser, Zucker, Salz, Karamell, Gewürze, u.a. Selleriesaat, Zitronenöl), Sojasauce (Wasser, Sojabohnen, Salz, Weizenmehl), Säuerungsmittel Ascorbinsäure, Chipotle (Chili, Rauch), Zucker, Senfmehl, Zwiebelpulver, Knoblauchpulver, Ingwer, Gewürze, Verdickungsmittel Xanthan, Guarkernmehl.

Das ist jetzt alles nicht mal wahnsinnig schlimm, steht nicht mal Aroma dabei (wobei: "Gewürze" kann ja vieles sein). Aber allein bei den Worten Zwiebelpulver und Knoblauchpulver vergeht's mir. Damit mag ich nicht grillen. Die Marinade kann weg.

Montag, 11. August 2014

Tag 221 - Das türkisfarbene Haarband mit den Herzchen

Was ist das eigentlich mit mir und Haarbändern? Im Januar musste ich schon mal eine Verfehlung beichten, aber dieses Haarband ist womöglich noch schlimmer. Da sind HERZCHEN drauf. Ansonsten gilt für dieses Haarband alles, was auch für das andere galt: temporäre Geisteskrankheit, niedlich für ein kleines Mädchen etc. pp.

Dummerweise ist das Haarband sehr bequem. Aber die Furcht, dass mich jemand damit sehen könnte, ist nicht wegzudiskutieren. Das Haarband kann weg.

Sonntag, 10. August 2014

Tag 220 - Die Schrank-Griffe

Voriges Jahr im Herbst hab ich mir neue Schlafzimmermöbel gekauft. Ja, bei Ikea. Ja, Pax, den Kleiderschrank, der wahrscheinlich in jedem zweiten deutschen Schlafzimmer steht. Als brave Ikea-Kundin hatte ich alles besorgt, natürlich auch Schrank-Griffe. Allerdings traute sich keine von der tapferen Aufbau-Crew, die Löcher für die Griffe zu bohren. Der Schrank blieb vorerst griff-los. 

Macht nix, dachte ich, bald kommt ja Theresa zu Besuch, eine höchst patente Person ohne Angst vor Bohrmaschinen. Theresa ist nicht nur handwerklich geschickt, sie hat auch ein sicheres Gespür fürs schöne Einrichten und ein Händchen dafür, Schätze auf Flohmärkten zu finden. Sie sah sich die Griffe eine Weile an und sagte dann diplomatisch: "Wir können ja mal in ein paar Geschäften schauen, wenn wir nachher in die Stadt gehen, vielleicht finden wir noch andere".

Wir fanden andere, und ich bin froh und dankbar dafür, dass sie mir dazu geraten hat. Mit den türkisen Vintage-Griffen aus Porzellan sieht mein Pax gar nicht mehr so sehr nach Pax aus, fast sogar ein bisschen individuell. Happy End also, für alle außer die Ikea-Schrank-Griffe, die seitdem übrig sind und hier herumliegen. Sie können weg. Hat jemand Bedarf?

Samstag, 9. August 2014

Tag 219 - Die Plastik-Küchenwerkzeuge

Kinners, wie die Zeit vergeht. 1997 bin ich bei meinen Eltern ausgezogen, und diese beiden Plastik-Küchenwerkzeuge gehörten zur Grundausstattung meiner ersten eigenen (WG-)Küche. Unzählige Bolognesen, Suppen, Chilis habe ich in den vergangenen 17 Jahren mit dieser Kelle geschöpft, unzählige Gemüsestückchen mit dem Pfannenwender in der Pfanne hin- und her bewegt.

Die Zeit hat es nicht gut gemeint mit den beiden. Längst sehen sie schäbig und verfärbt aus. Längst haben sie Konkurrenz bekommen, durch glänzende Edelstahlkellen und Pfannenwender aus Olivenholz. Und doch haben sie bis heute in meiner Kramschublade überlebt. Aber nun ist es Zeit sich von den beiden zu verabschieden. Sie können weg.

Freitag, 8. August 2014

Tag 218 - Das Long-Top mit den gepunkteten Rüschen

Das Long-Top mit den gepunkteten Rüschen ist eigentlich echt ganz hübsch. Es hat allerdings diesen Stoffstreifengürtel, und ich finde, genau das macht breite Hüften. Nachdem es viele Jahre meinen Schrank bewohnt und jeden Sommer zögerlich ein-, zweimal angezogen wurde, kann es nun weg.

Donnerstag, 7. August 2014

Tag 217 - Die Rohling-Spindel mit CDs

 
Ich schrieb bereits über die gute alte Zeit, in der man CDs brannte. Aus dieser Zeit stammen nicht nur die inzwischen entsorgten CD-Hüllen, sondern auch diese Rohling-Spindel, die ich in den Tiefen meines Schreibtischs fand.

Also erstmal, das Wort Rohling-Spindel ist ja wohl der Knaller, oder? Zusammengesetzt aus zwei Wörtern, die so hemmungslos altmodisch sind, dass es mir das Herz erweicht. Und nun stellt euch das Ganze mal bildlich vor: Da hab ich doch gleich so eine Art Bushido vor meinem inneren Auge, der geduldig Wollfasern zu Garn spinnt ... Aber ich schweife ab.

Jedenfalls, die Rohling-Spindel aus meinem Schrank birgt allerlei herrliche Schätze aus früheren Zeiten: einen Französisch-Intensiv-Sprachkurs auf vier CDs etwa, das dazugehörige Buch ist schon seit Ewigkeiten verschollen. Treiber-CDs zu Monitoren, Grafikkarten und Mainboards, die ich schon lange nicht mehr besitze (ach ja richtig, früher konnte man sich sowas nicht einfach im Internet runterladen, weil man kein Internet hatte oder es erst einrichten musste). Und ... Sicherheitskopien einiger Filme, die ich vor 15 Jahren mal gut fand.

Klare Sache: Das kann weg. Alles. Wusstet ihr allerdings, dass man CDs nicht im Hausmüll entsorgen soll, sondern zum Recyclinghof bringen? Nicht etwa, weil sie giftig wären. Sie sind aus Polycarbonat gemacht, und das kann man mit wenig Aufwand recyceln. Beim Umweltbundesamt ist zu lesen, dass man daraus "Produkte für die Medizintechnik, die Automobil- und die Computerindustrie" - und natürlich neue CDs - machen kann. Das klingt nach einer guten und nützlichen Sache. Allemal nützlicher, als bei mir im Schreibtisch rumzuliegen.

Mittwoch, 6. August 2014

Tag 216 - Die Zeitschriften

Den hat wohl jeder, der in der Medienbranche arbeitet: einen Zeitschriftenberg. Meiner liegt auf dem Subwoofer und misst, Stand heute, 26 Zentimeter. Oder anders ausgedrückt: 36 Zeitschriften.

Ich hab mir schon lange abgewöhnt, alle Zeitschriften mit nach Hause zu nehmen, die bei uns im Verlag rumliegen. Aber irgendwie sammelt sich immer wieder wie von selbst ein Berg aus Ungelesenem an. Einige Zeitschriften liegen schon seit Jahren auf dem Berg und können ganz sicher weg. Zeit, ihn mal auseinanderzunehmen!

Die Bilanz:
10 Zeitschriften konnten sofort in den Papiermüll.
4 habe ich durchgeblättert und dann weggeworfen.
4 habe ich weggeworfen, nachdem ich was rausgerissen habe. (Rezepte, einzelne Artikel)
1 habe ich zum Verschenken rausgelegt. (BRIGITTE Mom für Freundin mit Kind)
5 habe ich archiviert. (Reisetipps, Rezepte, Flow)
2 werde ich zurückgeben. (ausgeliehene brand eins)
1 werde ich ins Büro mitnehmen. (Zeit-Beilage übers Essen)

9 bleiben übrig, um endlich mal gelesen zu werden. Ich freu mich drauf.

Dienstag, 5. August 2014

Tag 215 - Die Blumenroller


Ich hab beschlossen, das Projekt Balkonblumen bis auf Weiteres auf Eis zu legen. Ich bin einfach zu viel unterwegs und außerdem auch zu wenig diszipliniert, um so regelmäßig zu gießen, wie es Blumen auf meinem Balkon nötig hätten. Wie sie dann enden, hab ich euch ja vor kurzem gezeigt.

Es gab mal Zeiten, da war das anders, da pflegte ich liebevoll meine Pflanzen und war stolz auf meinen grünen Balkon. Vielleicht kommen diese Zeiten irgendwann zurück, aber hier und heute sind sie vorbei und das Gerümpel auf meinem Balkon geht mir auf die Nerven.

Schon vor einer Weile wurde ich größere Mengen Blumentöpfe los (oder genauer: versuchte loszuwerden). Aber da gibt es noch was Sperriges, Schäbiges, Unbenutztes, das komischerweise unbeachtet 215 #daskannweg-Tage auf meinem Balkon überleben konnte: vier Blumenroller, drei runde aus Metall (ist das wohl Alu?), ein eckiger aus Holz. Die können weg.

Der eckige aus Holz ist so schäbig, dass er gleich in den Müll wandert. Die drei anderen könnten sauber geschrubbt vielleicht noch Liebhaber finden. Vielleicht möchte sie einer von euch adoptieren, die das hier lesen?

Montag, 4. August 2014

Tag 214 - Die übrig gebliebenen Möbel-Bauteile

In meiner Abstellkammer, die eigentlich gar keine Kammer ist, sondern nur ein mit einer Jalousie abgeteilter Teil meines Flurs, gibt es eine Tüte mit Heimwerkerkram: diverse Schrauben und Bohrmaschinenaufsätze und Dübel und Nägel. In dieser Tüte gibt gab es weitere Tüten mit seltsamen übrig gebliebenen Möbel-Bauteilen.

Ich hab keine Ahnung, wofür diese roten Plastikdinger gut sind, warum ich diese riesige Menge an viereckigen "Schlössern" nicht verbaut habe und woher die kleinen dicken Schrauben mit dem Plastikmantel kommen. Ich weiß aber, dass alle meine Möbel prima zusammenhalten und gerade stehen - auch ohne diesen Kram. Ich weiß, dass ich die Einzelteile eh nicht mehr den entsprechenden Möbeln zuordnen könnte. Und ich weiß, dass ich sowas im Notfall auch für wenig Geld ersetzen könnte. Das kann alles weg.

Sonntag, 3. August 2014

Tag 213 - Der Lampion

Aus unserer Reihe: Wahnsinnig hübsch, aber was mach ich bloß damit: der Lampion. Hab ich schon seit Jahren und hänge ihn nicht auf. Wüsste auch nicht wohin. Bestimmt super für Gartenpartys - nur habe ich keinen Garten. Kann bei mir weg. Wer möchte ihm ein neues Zuhause geben?

Samstag, 2. August 2014

Tag 212 - Die Stabilo-Stifte

Es ist echt immer wieder erstaunlich, wie viele Stifte ich in meiner Wohnung finde. Und das, wo ich doch eigentlich alles, was geht, lieber am PC schreibe und nicht mit der Hand. In der Grundschule hatte ich in Schrift eine 3, und vor meiner Abschlussprüfung an der Uni hab ich erst noch mal geübt, mehrere Stunden am Stück mit der Hand zu schreiben.

Ich weiß nicht mehr, wo die Stabilo-Stifte mal herkamen. Ich weiß aber, dass ich nicht mit ihnen schreibe. Ich kann damit eh nur krakeln - ist vielleicht so ein Linkshänder-Ding oder so. Kugelschreiber sind mir da allemal lieber. Und ganz ehrlich: Wer braucht schon einen gelben oder einen hellgrünen Stift? Die Stabilos können weg. Ich frag mal die Menschen in der Redaktion mit kleinen Kindern, ob sie sie brauchen können.

Freitag, 1. August 2014

Tag 211 - Der Clipfix-Bilderrahmen

Kurz nach meinem Abi machte ich ein Praktikum bei unserer Regionalzeitung und lernte dort einen jungen Fotografen kennen, mit dem ich eine Zeitlang gut befreundet war, bis wir uns irgendwann aus den Augen verloren. Er hat mir mal dieses Foto geschenkt, und das Bild gefällt mir auch heute immer noch. Aber den Rahmen, in den ich es damals gesteckt habe, finde ich inzwischen nur noch gruselig. Was hab ich mir dabei nur gedacht? Das Passepartout ist viel zu klein und hat die falschen Proportionen, und überhaupt sind diese Clipfix-Rahmen echt nicht schön.

Aber statt auf die Idee zu kommen, das Bild neu rahmen zu lassen, hab ich es abgehängt und in die Ecke gestellt, wo es von Zeit zu Zeit umfällt. Aber damit ist jetzt Schluss: Der Rahmen kann weg und das Bild bekommt einen neuen.