Sonntag, 4. September 2016

Von beutellos unglücklich zu beutellos glücklich

Der Liebste und ich, wir hatten jeder einen Staubsauger, als wir beschlossen zusammenzuziehen. Er einen älteren Markenstaubsauger mit immervollem Beutel, aber richtig viel Watt (saugstark!). Ich so ein modernes Teil, beutellos, aber ein bisschen schwach auf der Brust.

Und weil der Liebste, wer regelmäßig hier liest, weiß es längst, inzwischen ein besserer Ausmister ist als ich, hatten wir nur noch einen Staubsauger, als wir dann tatsächlich zusammenzogen: Er hatte seinen an einen Kollegen in Nöten (Trennung! Besitzstandaufteilung! Staubsaugerverlust!) verschenkt.

Das ärgerte mich im Nachhinein ein wenig. Denn auch wenn ich gern über das Staubsaugerbeutelproblem gelästert hatte (diverse ergebnislose Besuche im Laden, weil kein passender Beutel zu finden war oder Unklarheit herrschte, welcher passt): Meinen Staubsauger hatte ich heimlich schon in die Fehlkauf-Schublade gesteckt.

Nun musste er es also richten. Tat er aber nicht. Nach dem Saugen war die Wohnung gefühlt noch genauso staubig wie vorher. Wir gingen schnell dazu über, stattdessen mit dem Besen durchzufegen - stört ja auch die Nachbarn nicht so und man kann nebenbei dabei Fernsehenhören ...

Richtig gut war das alles aber nicht, unter anderem weil wir auch zwei Teppiche haben, und die lassen sich nun mal nicht abkehren. Als der Staubsauger dann mal wieder komplett streikte, war klar: Der kann nicht nur weg, der muss weg.

Wir informierten uns über Staubsaugerroboter, aber als wir feststellten, dass die meisten Menschen, die einen haben, trotzdem auch einen normalen Staubsauger haben, verwarfen wir die Idee wieder - das wäre nun wirklich gegen den #daskannweg-Wenigerhaben-Gedanken. Der Neue ist wieder beutellos, aber kein Schnäppchenschrott.
Der Neue.
Als der Liebste ihn einmal quer durchs Wohnzimmer gezerrt hatte, war danach eine derart große Menge Staub im Behälter, dass ich mich fast ein bisschen schämte: wegen des vielen Staubs - und darüber, dass ich so lange mit dem schrottigen Nicht-Sauger gelebt hatte.

Und ich musste mal wieder an eine meiner #daskannweg-Regeln denken: Sei kein Sparfuchs. Dann fiel mir auf, dass ich aus unklarem Grund nie über diese Regel geschrieben habe. Das mache ich dann wohl nächstes Mal.

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